Freitag, 23. Juli 2010

Möglichkeiten nachhaltiger Geldanlage

Bezüglich der Auswirkungen in Richtung Nachhaltigkeit haben sicherlich direkte Investitionen den größten Effekt, z.B. durch die Finanzierung von Windparks und Solaranlagen oder auch durch die nachhaltige Bewirtschaftung von wieder aufgeforsteten Urwäldern.

Auch im Immobilienbereich bieten sich gute Möglichkeiten, so kann der Kauf eines Passivhauses oder die energetische Sanierung einer Bestandsimmobilie eine äußerst nachhaltige Wirkung entfalten.

Allerdings erfordern solche Investitionen das Vorhandensein eines erheblichen finanziellen Backgrounds, so dass sie für Berufseinsteiger, die erst mit dem Kapitalaufbau beginnen, noch keine geeignete Maßnahme sind.

Liquidität

Hier ist erst mal der Aufbau eines Liquiditätspuffers angesagt. Es macht natürlich keinen Sinn, Geld für 2%, 4% oder vielleicht sogar 6% anzulegen, wenn man parallel für den Dispokredit 12% bezahlt!

Neben einem Monatsgehalt auf dem Girokonto geht man üblicherweise von 2-3 Netto-Monatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto aus, um ungeplante größere Ausgaben (Waschmaschine kaputt, etc.) ohne Aufnahme von Schulden finanzieren zu können.

Nutzt man hierfür die Angebote einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Bank, kann diese die angelegten Gelder zur Finanzierung sinnvoller Projekte verwenden. In Frage kommen hierfür: GLS-Bank, Ethikbank (beide mit Girokonto), Umweltbank und Triodos-Bank (nur Tages- und Festgeld). Neu hinzugekommen ist auch die noa-Bank, die allerdings umstritten ist.

Als Marktführer in diesem Sektor kann wohl die GLS-Bank gelten. Anders als bei konventionellen Banken kann hier nachvollzogen werden, worein das angelegte Geld investiert wird, bzw. der Kunde hat sogar die Möglichkeit, selbst Einfluß darauf zu nehmen. Die GLS-Bank finanziert neben ökologischen auch soziale und kulturelle Unternehmen, der Kunde kann den Bereich seiner Anlage bestimmen, beispielsweise sich für Finanzierung von Wohnprojekten, Biobranche, Schulen und Kindergärten, Gesundheit oder Leben im Alter entscheiden.

Bei der Umweltbank ist der Name Programm, sie fokusiert sich auf die Finanzierung von Umweltprojekten und bietet wie die Triodos-Bank kein Girokonto an, fungiert also nur als Ergänzung zur Hausbank oder Sparkasse, nicht als Ersatz.

Die Angebote dieser beiden Banken bieten sich daher ggfs. bei Sparzielen mit festgelegtem, kurzem bis mittelfristigem Zeithorizont an, z.B. zum Aufbau von Eigenkapital für eine Immobilienfinanzierung.

Kapitalbildung und Altersvorsorge

Für den langfristigen, flexiblen Kapitalaufbau und die Altersvorsorge sind solche Tagesgeld- und Festgeldanlagen allerdings nicht geeignet, und zwar ob der in beiden Fällen geringen Verzinsung. Bei der Festgeldanlage kommt dazu noch die mangelnden Liquidät, falls man doch mal während der Festlegung an das Geld möchte, ausserdem muß man sich bei Festgeld ggfs. regelmäßig um die Neuanlage kümmern.

Dass Kapitalbildung zur Altersvorsorge am Besten über Versicherungen zu erreichen ist, ist in Deutschland ein nach wie vor weit verbreiteter Irrglaube. Leider trägt dazu auch die so genannte "staatliche Förderung" wie Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge mit der entsprechenden Propaganda bei.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema kapitalbildende Versicherungen soll aber ein Extra-Kapitel werden und sei hier nur erwähnt, weil Banken gerne diese Produkte verkaufen, die für den Kunden zumindest aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn machen, selbst wenn es sich dabei um mittlerweile ebenfalls vorhandene Angebote mit nachhaltiger Geldanlagepolitik handelt.

Folgt man den Verbraucherschützern (Verbraucherschutzzentralen, Finanztest, Ökotest), kommt man als junger Mensch um das Thema Aktienfonds eigentlich nicht herum. Aktien sind Eigentumsanteile an einem Unternehmen, durch einen Aktien-Fonds werden Eigentumsanteile von vielen verschiedenen Unternehmen gekauft, so daß der Anleger durch Erwerb von Fonds-Anteilen schon mit sehr kleinen Geldbeträgen zum Miteigentümer an sehr vielen Unternehmen werden kann.

Auch wenn das Thema Aktien bei vielen wahrscheinlich unter der Kategorie spekulativ und riskant abgespeichert ist, durch die Streuung der Investition in viele Unternehmen ist das Risiko bei einem Fonds viel geringer als bei einer Einzelinvestition in Aktien. Obwohl der Wert von Aktienfonds stark schwanken kann, liegt die erwartete Rendite auf lange Sicht deutlich über der von anderen Anlageformen, und das macht Aktienfonds so interessant für den lanfristigen Kapitalaufbau und die finanzielle Altersvorsorge. Verluste, insbesondere zwischenzeitlich, sind zwar nicht auszuschliessen, ein Totalverlust ist dagegen so gut wie unmöglich, denn dann müßten schon alle im Fonds enthaltenen Unternehmen Pleite gehen.

Ausserdem ist zu beachten, dass bei dieser Geldanlage letztlich in Sachwerte investiert wird, nämlich in die real existierenden Firmen, deren Wert auch über manche Krisen hinaus mehr Bestand haben kann als andere, vermeintlich sichere Anlageformen, z.B. bieten sie in der Regel einen guten Schutz gegen Inflation (Geldentwertung). Insbesondere kann im Extremfall einer Währungsreform eine Unternehmensbeteiligung durch Aktienbesitz deutlich besser sein als ein mit einem Wertversprechen bedrucktes Papier.

Im Zweifel gilt sowieso bei der Geldanlage: Risiken streuen, nicht alles auf eine Karte setzen. Da kein Mensch die Zukunft voraussehen kann, sollte man natürlich nicht alles auf Aktien setzen, sich aber auch nicht nur auf konservative Anlagen verlassen.

Nachhaltige Fonds


Natürlich ist dabei immer zu beachten, worein ein Fonds investiert, nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern eben auch unter ethischen Aspekten. Bei Fonds gibt es verschiedene Ansätze zur Umsetzung ethisch-ökologischer Zielsetzungen:

Themenfonds konzentrieren sich auf Firmen, die explizit im Sektor Nachhaltigkeit tätig sind, z.B. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung, Energieeffizienz, Müllvermeidung/Recycling, etc.

Sie enthalten damit, was man intuitiv bei einem Ökofonds erwartet würde, schränken aber das Anlageunivserum stark ein, was potentiell die Risiken erhöhen kann (ggfs. auch die Chancen), jedenfalls können solche Fonds zu stärkeren Ausschlägen neigen.

So genannte Best-in-Class-Ansätze schliessen erst mal per se keine Branchen aus, sondern bewerten die Nachhaltigkeit auch von konventionellen Firmen nach bestimmten Kritierien, z.B. Ressourcenverbrauch, Klimarisiken, Korruption, Arbeits- und Menschenrechte. Häufig werden die Bewertungen von externen, unabhängigen Rating-Agenturen vorgenommen, beispielsweise oekom, ethibel und imug. Die jeweils Besten einer Branche können dann ausgewählt werden, das schließt jedoch auch Autohersteller wie BMW oder Atomkraftbetreiber wie EON und RWE ein. Auch Firmen wie McDonalds und Coca-Cola finden sich in manchen Fonds, was zunächst mal unerwartet ist. Einige Fonds hatten, bzw. haben sogar BP-Aktien enthalten. Der Ansatz hat folgenden Hintergrund:

Auch für konventionelle, nicht explizit auf Nachhaltigkeit fokusierte Firmen soll der Anreiz erhöht werden, eine Veränderung in diese Richtung vorzunehmen. Bestenfalls bis hin zur vollständigen Umstellung z.B. eines Ölförderunternehmens wie BP oder eines Energieversorgers mit Atom- und Kohlestrom hin zu Erneuerbaren Energien. Die Argumentation ist, dass selbst eine kleine Umstellung bei einem Großunternehmen absolut gesehen mehr positive Wirkung entfaltet als ein vollständig korrektes Kleinunternehmen erzielen könnte.

Allmählicher Wandel soll durch die ständige Hinterfragung und Nachhaltigkeits-Rechenschaftslegung erzielt werden, die von den Rating-Agenturen ausgeht. Eine Beförderung des sich vollziehenden Bewußtseinswandels durch diesen Ansatz ist vermutlich auch gegeben, allerdings sind so aufgestellte Fonds sicherlich nichts für Puristen.

Um zu vermeiden, dass sich unerwünschte Branchen und Praktiken in einem Fonds befinden, werden daher auch häufig Ausschlußkriterien verwendet, um entsprechend tätige Firmen aus dem Fonds fernzuhalten. Somit würde sich ein zumindest neutrales Portfolio von Unternehmen im Fonds ergeben, zudem können Positivkriterien definiert werden, welche wiederum entsprechend agierende Firmen für die Aufnahme bevorzugen.

Die Auseinandersetzung mit der jeweiligen Fondspolitik und Zusammensetzung bleibt dem Anleger also nicht erspart, will er in einen seinen Vorstellungen entsprechenden Fonds investieren.

Die nötigen Informationen sind allerdings vergleichsweise leicht öffentlich zugänglich und es werden auch von unabhängiger Seite immer mal wieder Analysen und Empfehlungen veröffentlicht.

Direktkredite/
Mikrofinanz

Interessent für nachhaltig orientierte Anleger sind unter Umständen auch Kreditvergaben, die über Internet-Plattformen direkt von Privatleuten an andere Privatleute vergeben werden, da hier schon mit kleineren Beträgen gezielt in bestimmte Projekte investiert werden kann.

Im deutschen Markt hat sich Smava etabliert. Kreditanfragen können mit Beschreibung der Verwendung eingestellt werden, so daß sich entsprechende Anleger dafür finden können. Die Verwendungszwecke sind sehr unterschiedlich, können aber z.B. so etwas wie Finanzierung einer Solaranlage auf dem eigenen Dach sein. Smava stellt die Infrastruktur für die Abwicklung und das Modell sieht Bonitätsprüfungen der Kreditnehmer und gewisse Absicherungen gegen Kreditausfälle vor.

Kiva ist eine englischsprachige Plattform, die Kleinkredite in Armutsländer vermittelt, um dort nicht durch Spenden, sondern durch Finanzierung von Geschäftsmodellen die Armut zu bekämpfen. Der rückzahlbare Kredit ist zwar keine Spende, Anleger erhalten allerdings keine Zinsen auf ihre Anlage. Es handelt sich also durch diesen Renditeverzicht trotzdem nicht um ein wirtschaftlich orientiertes, sondern karitatives Modell.

Eine andere Variante, Mikrokredite in Armutsländern zu finanzieren, ist die Beteiligung an der Oikokredit-Genossenschaft. Anteile können ab 200€ erworben werden und dienen ähnlich wie bei Kiva zur Finanzierung von Kleinprojekten in Armutsländern, jedoch ohne anlegerseitig die genaue Verwendung zu kennen oder bestimmen zu können. Für die Beteiligung wird eine Dividende gezahlt, die auf maximal 2% beschränkt ist. Ursprünglich eigentlich eher als Renditeverzicht gedacht, ist in der momentanen Situation ein Ertrag von 2% sogar relativ lukrativ, verglichen mit Spareinlagen bei Banken, wobei die Anlage nicht wie bei deutschen Banken durch eine Einlagensicherung gedeckt ist. Mikrofinanzierung hat sich bisher aber als erstaunlich stabil erwiesen, insbesondere kommt der Sektor wohl recht unbeeinflußt durch die globale Finanzkrise.

Bei ausreichender Verfügbarkeit anderweitig angelegter Geldmittel kann diese Art der Geldanlage ggfs. als Beimischung geeignet sein.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Nachhaltige Geldanlage - worum geht's?

Vielen Menschen ist es heute Selbstverständnis, bei ihrer Lebensführung auf Nachhaltigkeit zu achten, beispielsweise Bio-Produkte zu kaufen, Ökostrom zu beziehen, Fahrrad statt Auto zu fahren und ähnliche Dinge zu praktizieren.

Einige engagieren sich darüber hinaus auch politisch, gehen zu Demos, organisieren sich in Initiativen und spenden für gemeinnützige Zwecke.

In Deutschland hat das jährliche Spendenaufkommen einen Umfang von ca. 3 Milliarden Euro.

Gleichzeitig machen sich die meisten Menschen aber weit weniger Gedanken über die Verwendung des von ihnen angelegten Geldes, obwohl hier natürlich ein riesiger Hebel besteht, durch die Anlageentscheidung bewußt Einfluß auf gesellschaftliche Entwicklungen zu nehmen.

Die Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland ist z.B. eine Erfolgsgeschichte, die sich zum einen durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen des EEG, aber vor allem auch durch die private Finanzierung von Windparks, Solaranlagen und Biogas ergeben hat.

Insgesamt verfügen die deutschen Privathaushalte über ein angelegtes Geldvermögen von ca. 4,5 Billionen Euro, wobei sich dieses ungefähr folgendermaßen aufteilt:
  • Bankguthaben: 1,5 Billionen
  • Versicherungen: 1,15 Billionen
  • Wertpapiere: 1,6 Billionen
Dazu kommen noch Aktien und sonstige Beteiligungen sowie Pensionsrückstellungen.

In aller Regel wird dabei die Verwaltung dieser Gelder den Institutionen wie Banken und Versicherungen überlassen, bzw. an den Anlageberater delegiert.

Kann man sich dabei darauf verlassen, dass dabei verantwortungsvoll mit dem anvertauten Geld umgegangen wird? Wohl kaum, wie z.B. die Testergebnisse der Stiftung Warentest (Finanztest) auch in der Ära nach Zusammenbruch der Lehman-Bank und trotz mehrjähriger Finanzkrise immer wieder offenbaren.

Nur ein verschwindend kleiner Anteil wird bisher unter ethisch-ökologischen Aspekten angelegt, obwohl mittlerweile als Konsens gelten kann, dass sich nachhaltige Anlagen auch unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten keineswegs schlechter entwickeln als konventionelle Anlagen.

Was ist überhaupt eine nachhaltige Geldanlage?


Der Begriff "nachhaltig" läßt sich verstehen als auf Dauer verträglich. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft, wo Nachhaltigkeit bedeutet, dass nicht mehr Bäume gefällt werden, als im Wald nachwachsen können. Also anders als beim Raubbau, der an den Urwäldern im Amazonasgebiet und anderswo vollzogen wird. Als Metapher passt dazu auch der Ausdruck, am eigenen Ast zu sägen und sich dabei seiner Grundlage zu berauben.

So wie ich den Begriff Nachhaltigkeit verwende, umfasst er ethische, ökologische und soziale Aspekte, welche sonst manchmal abgrenzend verwendet werden. Allgemein angewandt verstehe ich unter Nachhaltigkeit, Praktiken zu unsterstützen, die auf Dauer für Menschen, Tiere und Umwelt verträglich sind.

Oben genanntes Beispiel der Erneuerbaren Energien z.B. fördert eine umweltfreundliche, auf Dauer verträgliche Energieerzeugung, anstatt weiterhin auf fossile Brennstoffe (Öl, Kohle) oder Atomkraft zu setzen, deren Vorkommen begrenzt sind und deren Auswirkungen und Risiken (Ölpest, Klimagase, Endlagerung) eben keine dauerhafte Verträglichkeit gewährleisten.

Entsprechend finden ja auch Proteste gegen diese die Grundlagen zerstörenden Praktiken statt und Menschen versuchen darüber hinaus, sich durch ihr Konsumverhalten (z.B. den Bezug von Ökostrom) zu entziehen und gegenzusteuern. Aber nicht nur beim Konsum, sondern auch bei der Geldanlage läßt sich diese Stategie anwenden.

Das Schöne ist, dass eine bewußt getroffene Anlageentscheidung auch wirtschaftlich gesehen häufig eher von Vorteil ist, wie auch der Umstieg auf einen Ökostromtarif in vielen Fällen günstiger sein kann als der vorherige Standardtarif für konventionellen Kohle- und Atomstrom.

Im Folgenden soll es etwas detaillierter um die Möglichkeiten nachhaltiger Geldanlage gehen.

Freitag, 16. Juli 2010

Social Media?

Was sollte das denn nun sein, "Social Media"?

Zusätzlich zur Empfehlung, das Bloggen anzufangen, wurde ich nämlich mit dem Ratschlag beglückt, doch bitte Social Media zu verwenden, damit meine verfassten Beiträge möglichst auch wahrgenommen werden.

Hatte Media zunächst mit der Bedeutung Datenträger bzw. Speichermedien übersetzt und deshalb etwas Probleme, mir unter sozialen Datenträgern etwas vorstellen zu können.

Das populäre Mitmach-Dictionary dict.leo.org kennt den Begriff Social Media übrigens auch noch nicht. Hab dann aber schnell gelernt, dass es dabei um Twitter, Facebook und Co. geht. Aha, so, so...

Macht so betrachtet auch einen gewissen Sinn, soziale Netzwerke in Abgrenzung zu Broadcast-Medien wie TV und Zeitung als Social Media zu bezeichnen, weil der Inhalt nicht von einem einzelnen Herausgeber bestimmt und verbreitet wird, sondern gemeinschaftlich durch soziale Interaktion und Zusammenspiel vieler Beteiligter zustande kommt.

Soweit, so gut, noch nicht so überzeugt bin ich allerdings von der Sinnhaftigkeit der Inhalte in diesen Medien, denn in meiner Wahrnehmung scheinen diese Systeme vorrangig zum Totschlagen von Zeit verwendet zu werden und zunächst mal einen immensen Informations-Overkill zu verursachen, statt Informationen auf das für mich Relevante zu reduzieren.

Inhalte?


Ein Großteil der ausgetauschten "Informationen" auf Twitter bewegt sich augenscheinlich auf dem Niveau von Belanglosigkeiten wie: "Hier regnet's, mach mir grad nen Kaffee". Wer eine nennenswerte Anzahl "Freunde" in Facebook zu verzeichnen hat, der dürfte kaum noch folgen können, was da so alles publiziert wird.

Wie man so aus der Fülle des Netzes relevante Informationen herausfiltern soll, ist mir daher noch etwas schleierhaft. Vielleicht benutzen viele Facebook auch ohnehin nur, um ihre Zeit beim Spielen von Farmville und Aquarium zu verdaddeln?

Nun ja, kann ja jeder halten wie er will und seinen Spaß dran haben, die eigentlich sehr sinnvolle Idee der Mund-zu-Mund-Propaganda für gute Ideen und wertvolle Informationen scheint mir dabei aber leider etwas unterzugehen.

Aller Anfang...

Nun stehe ich ja auch noch am Anfang meiner Erkundungen über die Möglichkeiten der "sozialen Medien". Vielleicht hab ich's noch nicht so ganz verstanden, wie man damit umgeht, lasse mich daher gern eines Besseren belehren.

Möglicherweise mag sich ja einer der Social-Media-Apologeten dazu äußern, schließlich soll Bloggen ja auch ein Mitmach-Medium sein...

Der nächste Beitrag wird sich dann allerdings auch eher wieder dem eigentlichen Kern-Thema dieses Blogs widmen, nämlich: Nachhaltige Geldanlage - worum geht's?

Wäre natürlich schon schön, wenn sich eine große Anzahl von Leuten dafür begeistern ließe.

(F. K. Waechter: "Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein!").

Donnerstag, 15. Juli 2010

"Du musst bloggen!"

Das war der übliche Ratschlag von vielen, denen ich in letzter Zeit davon erzählt hatte, auf einer Web-Site meine Erfahrungen und Erkenntnisse bezüglich Nachhaltigkeit bei der Geldanlage publizieren und insbesondere jungen Menschen nahebringen zu wollen.

Geld ausgeben ist den meisten Menschen sicherlich näher als Geld anlegen. Trotzdem ist oder wird früher oder später jeder Anleger, ob nun die Eltern oder Großeltern bereits ein Sparbuch für einen angelegt haben, ob für den großen Urlaub gespart wird oder ob langfristige Ziele wie die Altersvorsorge anstehen, irgendwann wird Geld zurückgelegt.

Mindestens ein Girokonto dürfte wohl nahezu jeder besitzen, und damit fängt er an, anderen sein Geld zur Verfügung zu stellen, meist ohne sich groß Gedanken darum zu machen, was mit diesem Geld dann eigentlich finanziert wird.

Wie sinnvoll und nachhaltig mit dem zur Verfügung gestellten Geld umgegangen wird ist nämlich bisher häufig keine bewußt getroffenene Entscheidung der Anleger, aber das könnte - und sollte - anders sein.

Umweltkatastrophen wie die von BP verursachte Ölpest machen mehr als deutlich, dass es darauf ankommt, wie Gewinne erwirtschaftet werden. Dass bei der Verwendung des anvertrauten Geldes jedoch einiges im Argen liegt, dürfte den meisten spätestens seit der Finanzkrise klar geworden sein.

Bloggen leuchtet mir also ein, um die eigenen Erkenntnisse erst mal informell zu verbreiten. Strukturierte Web-Site kann ja dann gegebenenfalls später noch kommen.