Freitag, 16. Juli 2010

Social Media?

Was sollte das denn nun sein, "Social Media"?

Zusätzlich zur Empfehlung, das Bloggen anzufangen, wurde ich nämlich mit dem Ratschlag beglückt, doch bitte Social Media zu verwenden, damit meine verfassten Beiträge möglichst auch wahrgenommen werden.

Hatte Media zunächst mit der Bedeutung Datenträger bzw. Speichermedien übersetzt und deshalb etwas Probleme, mir unter sozialen Datenträgern etwas vorstellen zu können.

Das populäre Mitmach-Dictionary dict.leo.org kennt den Begriff Social Media übrigens auch noch nicht. Hab dann aber schnell gelernt, dass es dabei um Twitter, Facebook und Co. geht. Aha, so, so...

Macht so betrachtet auch einen gewissen Sinn, soziale Netzwerke in Abgrenzung zu Broadcast-Medien wie TV und Zeitung als Social Media zu bezeichnen, weil der Inhalt nicht von einem einzelnen Herausgeber bestimmt und verbreitet wird, sondern gemeinschaftlich durch soziale Interaktion und Zusammenspiel vieler Beteiligter zustande kommt.

Soweit, so gut, noch nicht so überzeugt bin ich allerdings von der Sinnhaftigkeit der Inhalte in diesen Medien, denn in meiner Wahrnehmung scheinen diese Systeme vorrangig zum Totschlagen von Zeit verwendet zu werden und zunächst mal einen immensen Informations-Overkill zu verursachen, statt Informationen auf das für mich Relevante zu reduzieren.

Inhalte?


Ein Großteil der ausgetauschten "Informationen" auf Twitter bewegt sich augenscheinlich auf dem Niveau von Belanglosigkeiten wie: "Hier regnet's, mach mir grad nen Kaffee". Wer eine nennenswerte Anzahl "Freunde" in Facebook zu verzeichnen hat, der dürfte kaum noch folgen können, was da so alles publiziert wird.

Wie man so aus der Fülle des Netzes relevante Informationen herausfiltern soll, ist mir daher noch etwas schleierhaft. Vielleicht benutzen viele Facebook auch ohnehin nur, um ihre Zeit beim Spielen von Farmville und Aquarium zu verdaddeln?

Nun ja, kann ja jeder halten wie er will und seinen Spaß dran haben, die eigentlich sehr sinnvolle Idee der Mund-zu-Mund-Propaganda für gute Ideen und wertvolle Informationen scheint mir dabei aber leider etwas unterzugehen.

Aller Anfang...

Nun stehe ich ja auch noch am Anfang meiner Erkundungen über die Möglichkeiten der "sozialen Medien". Vielleicht hab ich's noch nicht so ganz verstanden, wie man damit umgeht, lasse mich daher gern eines Besseren belehren.

Möglicherweise mag sich ja einer der Social-Media-Apologeten dazu äußern, schließlich soll Bloggen ja auch ein Mitmach-Medium sein...

Der nächste Beitrag wird sich dann allerdings auch eher wieder dem eigentlichen Kern-Thema dieses Blogs widmen, nämlich: Nachhaltige Geldanlage - worum geht's?

Wäre natürlich schon schön, wenn sich eine große Anzahl von Leuten dafür begeistern ließe.

(F. K. Waechter: "Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein!").

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