Einige engagieren sich darüber hinaus auch politisch, gehen zu Demos, organisieren sich in Initiativen und spenden für gemeinnützige Zwecke.
In Deutschland hat das jährliche Spendenaufkommen einen Umfang von ca. 3 Milliarden Euro.
Gleichzeitig machen sich die meisten Menschen aber weit weniger Gedanken über die Verwendung des von ihnen angelegten Geldes, obwohl hier natürlich ein riesiger Hebel besteht, durch die Anlageentscheidung bewußt Einfluß auf gesellschaftliche Entwicklungen zu nehmen.
Die Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland ist z.B. eine Erfolgsgeschichte, die sich zum einen durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen des EEG, aber vor allem auch durch die private Finanzierung von Windparks, Solaranlagen und Biogas ergeben hat.
Insgesamt verfügen die deutschen Privathaushalte über ein angelegtes Geldvermögen von ca. 4,5 Billionen Euro, wobei sich dieses ungefähr folgendermaßen aufteilt:
- Bankguthaben: 1,5 Billionen
- Versicherungen: 1,15 Billionen
- Wertpapiere: 1,6 Billionen
In aller Regel wird dabei die Verwaltung dieser Gelder den Institutionen wie Banken und Versicherungen überlassen, bzw. an den Anlageberater delegiert.
Kann man sich dabei darauf verlassen, dass dabei verantwortungsvoll mit dem anvertauten Geld umgegangen wird? Wohl kaum, wie z.B. die Testergebnisse der Stiftung Warentest (Finanztest) auch in der Ära nach Zusammenbruch der Lehman-Bank und trotz mehrjähriger Finanzkrise immer wieder offenbaren.
Nur ein verschwindend kleiner Anteil wird bisher unter ethisch-ökologischen Aspekten angelegt, obwohl mittlerweile als Konsens gelten kann, dass sich nachhaltige Anlagen auch unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten keineswegs schlechter entwickeln als konventionelle Anlagen.
Was ist überhaupt eine nachhaltige Geldanlage?
Der Begriff "nachhaltig" läßt sich verstehen als auf Dauer verträglich. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft, wo Nachhaltigkeit bedeutet, dass nicht mehr Bäume gefällt werden, als im Wald nachwachsen können. Also anders als beim Raubbau, der an den Urwäldern im Amazonasgebiet und anderswo vollzogen wird. Als Metapher passt dazu auch der Ausdruck, am eigenen Ast zu sägen und sich dabei seiner Grundlage zu berauben.
So wie ich den Begriff Nachhaltigkeit verwende, umfasst er ethische, ökologische und soziale Aspekte, welche sonst manchmal abgrenzend verwendet werden. Allgemein angewandt verstehe ich unter Nachhaltigkeit, Praktiken zu unsterstützen, die auf Dauer für Menschen, Tiere und Umwelt verträglich sind.
Oben genanntes Beispiel der Erneuerbaren Energien z.B. fördert eine umweltfreundliche, auf Dauer verträgliche Energieerzeugung, anstatt weiterhin auf fossile Brennstoffe (Öl, Kohle) oder Atomkraft zu setzen, deren Vorkommen begrenzt sind und deren Auswirkungen und Risiken (Ölpest, Klimagase, Endlagerung) eben keine dauerhafte Verträglichkeit gewährleisten.
Entsprechend finden ja auch Proteste gegen diese die Grundlagen zerstörenden Praktiken statt und Menschen versuchen darüber hinaus, sich durch ihr Konsumverhalten (z.B. den Bezug von Ökostrom) zu entziehen und gegenzusteuern. Aber nicht nur beim Konsum, sondern auch bei der Geldanlage läßt sich diese Stategie anwenden.
Das Schöne ist, dass eine bewußt getroffene Anlageentscheidung auch wirtschaftlich gesehen häufig eher von Vorteil ist, wie auch der Umstieg auf einen Ökostromtarif in vielen Fällen günstiger sein kann als der vorherige Standardtarif für konventionellen Kohle- und Atomstrom.
Im Folgenden soll es etwas detaillierter um die Möglichkeiten nachhaltiger Geldanlage gehen.
Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch gerade mit alternativen Geldanlagen. Alternative Investments stellen sehr gute Möglichkeiten zur Geldanlage dar. Auf der einen Seite können diese einem bei der Diversifikation des Vermögens behilflich sein, auf der anderen handelt es sich um renditestarke Anlagemöglichkeiten. Neben den gängigsten alternativen Anlageformen, den Edelmetallen, gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten, welche der breiten Masse meist nicht bekannt sind. Dies liegt vor allem daran, dass ein gewisses Know-How bzw. in den meisten Fällen auch das nötige Kleingeld vorhanden sein muss um in solche Asset-Klassen investieren zu können – Hedgefonds, Wald, Kunst, Sammlerstücke … Vor allem in wirtschaftlich turbulenten Zeiten gewinnen Alternative Investments immer mehr an Bedeutung. Dabei sind vor allem neben den klassischen Edelmetallen noch ethische und grüne Investments sehr gefragt. Oftmals wird angenommen, dass solch Investments sicherer als die herkömmlichen Anlagen sind, da die Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund steht – dies bedeutet jedoch nicht, dass alternative Investments eine geringere Rendite aufweisen –alternative Investments können sogar renditestärker als herkömmliche Sparformen sein. In Zukunft wird ihnen sicherlich noch mehr Bedeutung zukommen!
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